Vom Winde verweht auf dem Greifensee
19.06.2011 17:15 von Ralf Kockel
Die Wetterprognose war schon Tage vor der Regatta auf dem Greifensee (18. Juni 2011) nicht besonders hoffnungsvoll. Bei der Ankunft um halb neun konnten wir noch spiegelglattes Wasser sehen und freuten uns schon über fantastische Wettkampfbedingungen. Doch bereits eine Stunde später waren wir wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Sturm. Die Regattaleitung verkündete, dass alle Rennen nur über 1.000 Meter ausgefahren werden sollen, da die Sicherheit auf der ersten Hälfte der 2.000-Meter-Strecke nicht gewährleistet war.
Als erster Neptuner musste Henrik Ball im Skiff ran. Er erkämpfte sich im welligen Wasser einen achtbaren 5. Platz (bei 8 Bahnen).
Ingo Voigt wurde in Leichtgewichts-Männer-Einer seiner Favoritenrolle gerecht und gewann seinen Lauf souverän.
Ebenso gewannen Sebastian Ahlhelm und Fabian Pilatus im Masters-Doppelzweier mit sehr deutlichem Vorsprung. Sebastian konnte auch durch einen sehr beherzten Endspurt noch den Masters-Einer gewinnen, nachdem er am Start durch die widrigen Wasserbedingungen etwas verspätet losgekommen ist.
Gegen Mittag hörte zwar der Regen nicht auf, dafür frischte der Wind aber noch mehr auf. Das Programm wurde weiter reduziert. Die Einer und Zweier-Rennen der C- und B-Junioren wurden abgesagt. Unsere B-Junioren waren allerdings auch in Rennen der A-Junioren gemeldet und so konnten sie gegen deutlich ältere Ruderer wenigstens noch ein Doppelzweier-Rennen über die verkürzte Strecke fahren. Hier konnte der Doppelzweier mit Jakob Röhl und Jakob Schoen einen hervorragenden 4. Platz belegen; Sebastian Miller und Niclas Kahlke kamen in ihrem Lauf auf die 5. Position.
Trotz der drei Siege blieb das Gefühl eines „unvollendeten“ Regattatages. Die nächsten Wettkämpfe sind die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften für die beiden Jakobs und der Worldcup in Luzern für Ingo Voigt.
Am Sonntag wurde die Regatta übrigens im wahrsten Sinne des Wortes "abgeblasen".




